A PART OF MY

 story

Tanja Gutmann Coach
Welle

My wave             symbolizes ...

Tanja Gutmann workflow

the up's

Es ist der 3. Oktober 2016. Ich fahre mit dem Auto die Straße entlang, die Sonne scheint durchs Panoramadach, meine Fenster sind heruntergelassen, ich höre laut Musik und singe lauthals mit. Weil ich das Leben feiere, einatme und Freude in allen Fasern meines Körpers spüren kann. Ich fühle mich als der glücklichste Mensch der Welt. Ich liebe mein Leben, meine Familie, meinen Job. 

8 Tage später habe ich Geburtstag. An diesem Tag verliere ich mein Baby. Zunächst schneide ich mich von meinen Gefühlen ab, will sie nicht an mich heranlassen: diese Bewusstlosigkeit, die mich in der darauffolgenden Zeit einnimmt. Ich fühle mich nur noch halb, schaffe es irgendwie, meinen Alltag zu bewältigen. Ich halte mich an meinem Job fest, arbeite als Elektroingenieurin, was mir große Freude macht und mir hilft, das zu verstecken, was ich so mühselig in mir vergrabe: meine Trauer. Ich bin gefordert und ausgelastet, habe tagsüber kaum Zeit, nachzudenken. Und das tut mir gut. Ich hoffe inständig, dass sich auf diesem Wege irgendwann alle Traurigkeit in mir in Luft auflöst. Doch seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung und weiß tief in mir, dass ich all diese Gefühle fühlen muss, doch ich kann nicht oder anders gesagt: ich will nicht. Noch nicht.

In meinem Unternehmen wird umstrukturiert - was das für mich bedeutet, weiß ich nicht genau. Ich lasse es auf mich zukommen und erkenne meinen Job kaum wieder. Plötzlich habe ich ein anderes Arbeitspensum, bin kaum mehr gefordert und habe etwas, was ich auf gar keinen Fall gebrauchen kann: Viel Zeit. Es dauert nicht lange, bis der Schmerz in mir aufkeimt. Ich fühle mich leer. Und ich verliere, was mich ausmacht: Mein Lachen. Mein Strahlen. Meine Stärke. Und mein Feuer. 

Ansehen tut man mir das nicht, denn ich verstecke mich hinter dicken Schlossmauern, sobald ich die Haustüre hinter mir schließe. Ich weine so bitterlich, dass es mir Angst macht. Doch gleichzeitig macht es mich frei. Ich vermisse meine Frohnatur, die ich schon als kleines Mädchen besaß. Und weiß: Irgendwo in mir muss sie doch noch sein. Und ich will sie zurück. Eine enge Freundin schickt mir den Kontakt eines Coachs und ich vereinbare einen Termin. Es hilft mir mit jemandem zu sprechen, der neutral ist und eine andere Sichtweise auf die Dinge hat. Ich fühle mich besser und immer besser. 

Ich werde freier und immer stärker. Mein Lachen kehrt zurück. Mein Strahlen. Mein Feuer. Und all meine Fröhlichkeit. Ich ziehe neue Menschen in mein Leben, die ich lieben lerne. Finde zu einer Freundin aus meiner Kindheit zurück, die ich lange aus den Augen verlor. Sie überredet mich zum Sport, 3 Monate später laufe ich zusammen mit ihr einen Halbmarathon. Ich wachse über mich hinaus, lebe mein Leben, packe an, schaffe Dinge, die mir früher unerreichbar schienen - und behalte einen Satz in meinem Leben:

and  down's

in life.

Nur Du allein kannst  Dein Leben verändern.

Und Du kannst alles schaffen.

Jeden Tag . Zu  jeder Zeit.